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Fachwerkbauten

Das 1000fach abgebildete alte Rathaus ist vermutlich um 1600 errichtet worden, ursprünglich als Kaufhaus. Der östliche Giebel zeigt Schmuckfachwerk mit anhängenden Renaissance-Erkern, der westliche Giebel dekorative Bemalung. Hayingen ist um 1245 als Handwerkerstadt gegründet worden; sein Handwerk und seine Märkte hatten jahrhundertelang große Bedeutung für die weitere Umgebung auf der südlichen Alb. Im 19. Jahrhundert waren im Rathaus neben der Verwaltung die Backstube, die Badstube, zwei Schulklassen und die Feuerwehr untergebracht. 










Im rechten Winkel zum Rathaus steht das alte Kaufhaus, ein vornehmes Gebäude des 16. Jahrhunderts. Rathaus und Kaufhaus befanden sich lange Zeit im Besitz der Stadtherren, der Freiherren von Gundelfingen, deren Stadtschloss an der nord-östlichen Ecke der Stadtmauer lag (heute nur noch der steinerne Grundstock des Turmhauses erhalten).


Am Karlsplatz (im Schloßbezirk) steht der Gasthof Adler, wegen seines prächtigen barocken Schmuckfachwerks mit das schönste Gebäude der Stadt. An den Eckständern geflochtene Taue und geschnitzte Köpfe. Die ehemalige Schloßgaststätte war in die Stadtmauer eingebaut. Im 18. Jahrhundert im barocken Stil der Zeit erneuert.






Vermutlich mit das älteste Gebäude Hayingens ist das 1536 erbaute Alte Spital, das fast die gesamte Straßenlänge der Spitalgasse einnimmt. Am Valentinstag 1536 stiftete der Stadtherr Schweickhart von Gundelfingen "zur Hilfe der Armen ein stattlich Haus zu Neufra und Hayingen auf ewige Zeiten" als Armenhaus.

Barockes Fachwerk zeigt das mit Arkaden versehene Gebäude am Kirchplatz, in dem heute die Zunftstube untergebracht ist. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Hayingen Zunftsitz für die Meister der Umgebung. Der Zunftmeister war gleichzeitig Stadt-Hauptmann und führte die Bürgerschaft in den Kampf, wenn es galt, die Stadt gegen Feinde zu verteidigen.

Schräg gegenüber vom Gasthof Löwen (17. Jahrhundert) steht das Händler- und Handwerkerhaus (vermutlich 16./17. Jahrhundert) mit seinem dekorativen Fachwerk. Im Haus ist ein Stück der Stadtmauer mit Wehrgang erhalten.
 

Erstmals ganz in Stein ausgeführt ist der beeindruckende, vier Stockwerke hohe herrschaftliche Fruchtkasten, ein barocker Bau des 17./18. Jahrhunderts. Nach Aufhebung der Feudalwirtschaft wurden die Bauern Mitte des 19. Jahrhunderts Eigentümer ihrer Höfe, die Gülten und Zehnten abgelöst, Fruchtkästen und Zehntscheuern nicht mehr gebraucht. Die Stadt konnte u.a. den Fruchtkasten erwerben und einer neuen Nutzung zuführen. Vom Ende des 19. bis ins 20. Jahrhundert waren im Fruchtkasten Schulräume untergebracht. Heute enthält das Gebäude Wohnungen.
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